NEU - einstAIn Report 2026: Warum die KI-Transformation für die Schweiz alternativlos ist
Der Schweizer Wohlstand steht an einem entscheidenden Wendepunkt. Das Erfolgsmodell ist durch den demografischen Wandel und den globalen technologischen Wettbewerb unter Druck. Künstliche Intelligenz ist nicht mehr nur ein technologisches Upgrade, sondern eine notwendige Antwort, um einen Wohlstandsverlust abzuwenden.
Der einstAIn Report «AI & Work Challenges Schweiz» bündelt Untersuchungen aus der Schweiz und dem globalen Umfeld zur KI-Entwicklung und identifiziert daraus zentrale Herausforderungen.
Insights aus der Schweiz
In stark KI-exponierten Berufen stieg die Arbeitslosigkeit gemäss einer KOF-Studie bereits um 27% stärker als in anderen Berufs-Segmenten. Besonders betroffen sind hochqualifizierte, kognitiv geprägte Profile wie Programmierer und Bürokräfte.
Der Adecco Job Index zeigt einen Rückgang der Stellenausschreibungen bei kaufmännischen Fachkräften um 20%. Konjunkturelle und strukturelle Gründe stehen dabei im Vordergrund. Der Einfluss von KI wird nicht quantifiziert, jedoch als relevant eingeschätzt.
Die Nachfrage nach KI-Fachkräften ist hoch, konzentriert sich gemäss HSLU jedoch mit 37% aller KI-Jobs geografisch stark im Kanton Zürich.
Die Veränderung der geforderten Skills in KI-exponierten Berufen ist um 138% stärker als bei nicht exponierten Berufen. Zwischen 2018 und 2022 hat sich die Anzahl Stellen mit KI-Bezug gemäss PwC AI Jobs Barometer von 2’000 auf 23’000 mehr als verzehnfacht.
Die globale Perspektive
Gemäss WEF-Report droht ein struktureller Umbruch von 22% aller Jobs. 54% der Führungskräfte erwarten Jobverluste und ebenfalls fast die Hälfte höhere Gewinne. Nur 12% denken, dass die Löhne steigen werden und Produktivitätsgewinne aus KI vor allem den Unternehmen zugutekommen. Für 63% der globalen Entscheidungsträger ist der Mangel an Fähigkeiten das primäre Hindernis für die Geschäftstransformation. 85% setzen daher auf Upskilling-Programme
Unternehmen sehen die Sorge um Einhaltung von Vorschriften (38%) und die Schwierigkeiten beim Risikomanagement (32%) als die grössten Hürden für eine schnellere Adaption.
Das MIT beziffert im „Project Iceberg” das Automatisierungspotenzial in kognitiven Berufen wie Verwaltung, Finanzwesen und professionellen Dienstleistungen bei 11.7% des gesamten Lohnwerts der US-Wirtschaft.
Zentrale Herausforderungen für die Schweiz
Auf Basis der Insights und im Rahmen eines Workshops mit der einstAIn Advisory Community wurden kritische Herausforderungen identifiziert.
- Strategische Transformation & Mindset
Unternehmen müssen die Diskrepanz zwischen informeller KI-Nutzung und einer fehlenden Gesamtstrategie schliessen, indem KI nicht nur als Tool, sondern als tiefgreifende Veränderung der Wertschöpfung verstanden wird.
- Kompetenzaufbau & AI Literacy
Um einen „Talent Gap“ zu verhindern, müssen Bildungssysteme und Arbeitgebende neue Kompetenzprofile definieren, welche die Orchestrierung von KI ins Zentrum rücken.
- Regulierung & Digitale Souveränität
Eine balancierte, zügige Gesetzgebung ist entscheidend, um Rechtssicherheit zu schaffen und gleichzeitig die Abhängigkeit von globalen Tech-Giganten durch eigene, sichere Infrastrukturen zu verringern.
- Wettbewerbsfähigkeit & Demografie
Für den Wirtschaftsstandort Schweiz ist der KI-gestützte Produktivitäts- und Innovationsschub essenziell, um den demografischen Wandel abzufedern und den Wohlstand langfristig zu sichern.
Gemeinsame Anstrengungen und ein Aufruf zum Dialog
einstAIn ist eine offene Plattform für den Dialog über die Zukunft der Arbeit im KI-Zeitalter. Unternehmen, Arbeitnehmende, Forschung und Politik sind eingeladen, rasch gemeinsam aktiv zu werden, um in die KI-Kompetenz der Schweiz zu investieren und faire Rahmenbedingungen zu schaffen. Nur wenn KI aktiv gestaltet wird, kann die gesellschaftliche Akzeptanz gesichert, eine Spaltung des Arbeitsmarktes verhindert und die Stärke des Schweizer Standorts bewahrt werden.
Kontakt:
Kuble - House of Intelligence
Roger Oberholzer | Partner & Academy-Lead
roger.oberholzer@kuble.com
Angestellte Schweiz
Stefan Studer | Geschäftsführer
stefan.studer@angestellte.ch